Auf Urlaub in Duino & Sistiana
Bildgalerie
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Geschichtsdaten:
Die Siedlung Tybein entstand
um die mittelalterliche Burg. Zuerst um die alte, auf einem Felsen
hoch über dem Meer gebaute Burg und später um das im 14.
Jahrhundert erbaute Neue Schloss. Die archäologischen Forschungen
belegen eine ständige Besiedlung seit der späten Kupferzeit,
über die Eisenzeit bis zu römischen Zeiten. Im Norden wurde die
Siedlung durch eine halbkreisförmige Mauer geschützt. Der alte
Ortskern beim Schloss hat die Form einer Haufendorfsiedlung, mit
engen Durchgängen und einer Gasse. Mit der Zeit wurde der Ort
größer und breitete sich insbesondere entlang der Straßen aus.
Früher lebten die Menschen von der Landwirtschaft und der
Fischerei, aber auch vom Handel im Hafen von San Giovanni di Duino/Skt.
Johann bei Tybein und vom Dienst im Schloss. Vor hundert Jahren
entstand hier am Meer eine der ersten Fabriken zum Salzen der
Fische. Berühmt war auch der Pferdmarkt von Duino/Devin/Tybein.
Heute ist Duino ein bedeutender Ort wegen des Schlosses, das im
Besitz des Prinzen Carlo della Torre e Tasso (v. Thurn und Taxis)
und seiner Familie ist, aber auch wegen der internationalen Schule
„United World College of the Adriatic“, die hervorragende
Schüler aus zahlreichen Ländern der Welt für das spätere
Studium an den besten Universitäten ausbildet. Die malerischen
Duineser Felsen, das prächtige Neue Schloss und der Hafen
unterhalb der alten Burg haben schon immer bedeutende Künstler,
Dichter, Maler, und Musiker inspiriert.
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THE EMPEROR AT DUINO
From the 27th of March 2009 untill November 2009
the Castle of Duino will host the Exhibition "L'Imperatore a Duino"
DER KAISER IN DUINO
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Im
Schlosspark
Ein
besonders Erlebnis, vor allem jetzt im Frühjahr, ist der Schlosspark ... auf
verschiedenen Ebenen wachsen - liebevoll gepflegt - vielfarbige Blumen und
Jahrhunderte alte Bäume.

Der Park des Schlosses von Duino dehnt sich auf verschiedenen Ebenen aus, mit
Blumenkaskaden, die mit ihrer bunten Blütenpracht für stimmungsvolle
Abwechslung in der klassischen Vegetation des Mittelmeers sorgen.
Besondere Pflege kam dem Park durch Prinz Raimond von Thurn und Taxis zu.
Er kam 1954 nach Beendigung der englischen Besatzung wieder in den Besitz.
Der Park wurde mit seinem heutigen Aussehen Mitte des 19. Jahrhunderts durch
Prinzessin Marie von Thurn und Taxis geschaffen und 1956 durch den Enkel Raimond
neu angeordnet sowie in späteren Jahren - 1988 und 2003 - im Auftrag von Prinz
Carlo Alessandro neugestaltet. Nach dem ersten Eingriff erhielt das Schloss, mit
dem Meer im Hintergrund, eine Terrassierung, auf der eine mediterrane Macchia
entstand.
Bewachsen mit Zypressen, Pinien und Eiben, die zum Schutz vor dem Bora-Wind und
der salzhaltigen Luft des Meeres dienen.
Ein Wald, der einen Teil der Küste bestimmt und sie vor dem heftigen und kalten
Triester Bora-Wind schützt, der über diese extreme Spitze des Mittelmeeres
weht, manchmal mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern.
In der Macchia schuf Prinz Raimond vom Wind geschützte Felsspalten, die er mit
Blumen auffüllte, und einen mit Rosen dichtbewachsenen Irrgarten, dessen
Wegraine mit Bignonien-Schling- und Bleiwurzsträuchern sowie mit Valeriana- und
Salvia Splendes-Beeten gesäumt sind. Diese Wege öffnen sich unvermittelt und
geben den Blick auf ein gepflegtes Parterre frei. Hinter dem Brunnen führt ein
enges Gässchen zu einem "Rasen-Gemach".
Der antike Wassergraben, einst bis zum Rand mit Wasser gefüllt, ist heute ein
Blumenteppich. Von oben rieselt ein Blütenregen antiker Heckenrosen herab, während
sich unten Impatiens und Margeriten vermischen und in einem Winkel enorme
Hortensiensträucher wachsen.
Auf der zweiten Ebene des Parks beginnt ein Wegenetz, das sich in der Macchia
verliert. Eine herrliche Rosengalerie, gestützt durch eine Statue, in eine
Zypressenallee, mit Blick auf das alte Schloss von Duino.
Unten, hinter den Flatterulmen, den knotigen Bäumen, die auf Fels wachsen und
wunderschöne rote Beeren haben, zeigt sich das Meer und eine malerische Bucht.
Richtung Küste öffnet sich der Park und gibt weite Lichtungen frei, umrahmt
von Zypressen und Magnolien, während eine Zypressenallee, mit einem Blütenteppich
aus Impatiens, zum Schloss zurückführt.
Die erste
Elegie
Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn
aus der Engel
Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme
einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge von seinem
stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nichts
als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen,
und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht,
uns zu zerstören. Ein jeder Engel ist schrecklich.
Rainer Maria Rilke
Die erste Elegie
Duineser
Elegien
1912–1922
-
Altes
und Neues Schloss von Duino
In
einem der jetzt geöffneten Säle steht ein Pianoforte von Johann Schnatz aus
Wien mit einem vergoldeten Bronzedekor und 5 Pedalen. Hier musizierten Teresa
und Franz Liszt. Sie
interpretierten Schumann und Werke von Liszt. Wie zum Beispiel das Stück
"La Perla", die Perle. Der deutsche Musiker komponierte es nach
einer Poesie seiner Hausherrin.
Die
Triester Riviera beginnt ideell bei den Timaus- Mündungen, an der Stelle, wo
der schon im Altertum als heilig erachtete Fluss nach 38 km unterirdischem
Lauf in sechs Springquellen wiederauftaucht und sich kurz darauf ins Meer
ergießt. Der Ort ist voller Zauber - Vergil erwähnt ihn in seinen Gesängen
-, reich an Geschichte und verbunden mit den Legenden von Diomedes und den
Argonauten.
In
der Nähe der Quellen steht die gotische Kirche San Giovanni in Tuba (Sankt
Johann), erbaut im Jahre 1483 von den Herren von Tybein, die Walsee. Sie
steht auf den Resten eines früheren altchristlichen Baus, der seinerseits an
der Stelle errichtet worden war, wo einst ein römischer Tempel dem Kult des
Timau und des Herkules geweiht war.
Folgt
man der Staatsstrasse nach Triest, erreicht man bald Duino / Tybein, die
kleine Ortschaft an dem zum Meer hin abfallenden Hang. Hier vereinigen sich
Meer und Karst zu einem Küstenstrich, der eindrucksvoll und wegen seiner
Naturschönheiten einzigartig ist und bis hin zur Bucht von Sistiana /
Seestein führt, dem alten Sixtilianum. Diese alte Duineser Siedlung, die
Geschichte und Legende berühmt gemacht haben, ist seit der Römerzeit
bewohnt. Der Ort, ein über das Meer hin anfragender Streifen Karst, musste
als Beobachtungspunkt der Küste ideal erscheinen: Schon die Römer
errichteten hier Wachttürme. Die Grundmauern eines dieser Türme sind in den
Bergfried des Neuen Schlosses einbezogen worden, während der andere sich im
Bereich des Alten Schlosses befunden haben muss, oder aber auch dort, wo die
Reste einer Burg stehen, die im Volksmund «Etzelburg» heisst. Der
eigentliche Ort entstand im 1 1. Jahrhundert um den frühen befestigten Kern
herum. Der ehemalige Bergfried, dessen Erbauungszeit nicht bekannt ist, war
kleineren Ausmaßes und durch die Beschaffenheit der Umgebung gut geschützt:
ein rauher Berggrat, darunter steil zum Meer hin abfallende Felswände, durch
einen engen befestigten Weg mit dem Festland verbunden.
Der
als Wohnhaus dienende Kern bestand aus einem rechteckigen Turm, durch den ein
gewölbter Durchgang führte, und muss von Gebäuden umgeben sowie von einem
zinnenbewehrten Mauerring längs der unregelmäßigen Begrenzung geschützt
gewesen sein. Von diesem ursprünglich zweige- schossigen Turm ist noch das
untere Stockwerk erhalten, in dessen innerem Teil noch die Spuren alter
Fresken zu sehen sind, die früher einmal Wände und Gewölbe bedecken haben müssen.
Diese
Ausschmückungen und ein in die Wand eingelassenes Pult, unmittelbar neben
einem Spitzbogenfenster, lassen vermuten, dass dieser Ort als Kapelle diente.
An dieses Schloss knüpfen sich romantische Legenden. Bekannt ist die der «Weiße
Dame», die in den gleichnamigen, die Bucht beherrschenden Felsen verwandelt
wurde, nachdem ihr Gemahl, der grausame Duineser, sie von dem Felsen des
Schlossen gestoßen hatte. Ihr Schrei, so erzählt die Legende, verwandelte
sie in Stein bevor sie das Meer erreichte. Der Überlieferung zufolge soll
auch Dante Alighieri hier im Schloss zu Gast gewesen sein, als er als
Gesandter von Cangrande della Scala hier weilte. Die ersten Herren von
Duino waren Lehensleute von Aquileia. Das Geschlecht starb im Jahre 1391 mit
dem Tode von Hugo Vi. aus, der 1366 die Hoheitsrechte auf das Schloss und die
umliegenden Ländereien an Österreich abgetreten und sie anschließend als
persönliches Lehen wiederanvertraut bekommen hatte. Hugo Vl. hinterließ in
seinem Testament einen Teil des Lehens dem Bruder seiner ersten Frau.
Haus Walsee erscheint somit in der Dynastie der Duineser, das auch das Neue
Schloss fertigstellt, dessen Bau 1389 von Hugo Vl. begonnen worden war. Die
neue Residenz wurde auf einer hohen Landspitze errichtet, der sich steil über
dem Meer erhebt; wie bereits erwähnt ist der ursprünglich römische Turm ein
Bestandteil des Bergfrieds geworden, an dessen Fuße eine Gedenktafel an
Diokletian erinnert, Im Jahre 1473 kam Duino zum Kaiserreich und unterstand
den kaiserlichen Statthaltern; der letzte war Matthias Hofer.
Nach
seinem Tode im Jahre 1475 kam das Lehen durch die Heirat seiner Tochter
Ludovica mit Raimondo della Torre e Tasso an die Grafen de la Tour et
Valsassina, eine Familie, aus der viele Patriarchen von Aquileia stammten. Die
Dynastie derer von Thurn und Taxis fand 1783 mit dem Tode von Raimond IX. ein
Ende. Durch eine weitere Heirat, diesmal zwischen der Tochter Raimonds und
einem Fürsten von Hohenlohe, kam Duino in den Besitz dieser Familie, der es
bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs unterstand. Getreu der langjährigen
Tradition als Mäzensten, als Förderer sozialer und kultureller Aktivitäten,
nahm Fürstin Maria, Gattin von Fürsten Alexander von Thurn und Taxis - einem
Nachfahren von dem Zweig der Familie aus Bergamo, aus dem auch Franz von Taxis
(1450- 1517) stammte, der Begründer des Postwesens in Europa - im Jahre 1912
Rainer Maria Rilke im Schloss auf. Hier genoss der Dichter die
warmherzige Freundschaft in engstem Kontakt zur Natur und arbeitete an seinen
«Duineser Elegien». Zu Gast bei den Fürsten waren im Roten Saal - dem Saal,
in dem ein Fresko die Apotheose von Leopold von Habsburg darstellt - unter
anderen auch Gabriele D'Annunzio und die Duse.
Nach
den Zerstörungen im Ersten Weltkrieg ist das Schloss heute ein Komplex von
Gebäuden aus verschiedenen Zeitepochen um einen lnnenhof mit Loggia und
umgeben von zwei verschanzten Befestigungsmauern sowie einem herrlichen Park.
1945 kam das Schloss wieder in den Besitz des Fürsten Raimondo della Torre
Tasso. Von dem Wunsche beseelt, die kulturellen Überlieferungen lebendig zu
erhalten, förderte er eine ununterbrochene Reihe von Initiativen, bei denen
das Schloss zum Treffpunkt bedeutender internationaler Tagungen und Sitz von
kulturellen Stiftungen wurde, wie z.B. der «International Federation of
Institutes of Advanced Studies» und des «United World College».
Nach
dem Tode des Fürsten im Jahre 1986 trat sein Sohn Carlo Alessandro della
Torre Tasso das Erbe an. S.H. Fürst Carlo Alessandro sagte damals, er werde
sich mit seiner Frau und seinen Kindern im Schloss niederlassen und es seinem
Vater nachtun; ob es ihm gelingen würde, so zu sein wie er, wisse er nicht;
es werde Kontinuität in der Moderne sein.
Die
fürstliche Familie lebt im Schloss.
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Riviera
di trieste
Eine
noch unberührte Natur erwartet hier den Besucher, ein absolut sauberes Meer und
viele schöne Dinge, die es zu entdecken gilt. Man kann ohne weiteres den
winzigen Hafen von Duino erreichen (etwa vierzig Boote finden hier Platz, badet
im Schatten des vorkragenden Felsens der Dama Bianca, und geht dann zum Aperitif
in das gleichnamige Restaurant, das sich nur wenige Schritte von der
Anlegestelle befindet. Eine
steile Treppe führt in die Dorfmitte, und wenn Sie den Weg zum Schloss
einschlagen, treffen Sie auf den Rilke-Wanderweg. Die Landschaft ist wirklich
einzigartig: der Karst trifft auf das Meer und der Blick gleitet über den
ganzen Golf von Triest. Der lange Wanderweg folgt hoch über den Felsen
fast immer dem Lauf der Küste, der Spaziergang lohnt sich auf jeden Fall.

"Es
gibt auch keinen anderen Ort für Rilke, an dem er sich in Italien so wohl fühlte
wie in diesem Schloss. Bei allem, was er über Italien schrieb, scheinen ihm die
Monate mit Maria die bewegendsten gewesen zu sein. Deshalb bedeutet die jetzige
Öffnung des Schlosses, dass Rilke-Liebhaber endlich die Möglichkeit haben,
dieses Traumschloss deutscher romantischer Dichtung zu besuchen. Rilke
liebte diese Landschaft".
Das fürstliche Schloss von Tybein / Duino
Illustre
Gäste weilten einst an diesem Ort: Rainer Maria Rilke, Franz Liszt, Richard
Strauss und Franz Ferdinand, Erzherzog von Österreich.
Und
Paul Valery, Victor Hugo, Gabriele D'Annunzio, Mark Twain, Eleonora Duse,
Kaiserin Elisabeth und Franz Josef.
Den
Touristen
öffnet jetzt das Schloss
Duino seine Pforten.
"Vielleicht
gibt es in ganz Italien keinen Ort, der so sehr eine Idee von der
intellektuellen Atmosphäre des späten 19. Jahrhunderts vermittelt wie dieses
Schloss. Hier entstand ein poetischer Mythos, der bisher nicht zu besichtigen
war. Das kleine Dorf Duino ist aus zwei Gründen bekannt: erstens ist hier der
Sitz des von der UNESCO gegründeten berühmten United World College und
zweitens besitzt der Ort einen Prinzen mit seinem Schloss und der dazu
gehörigen Familie.
Duino (Tybein)
Wenn
Sie den Weg zum Schloss Duino (Tybein) einschlagen, treffen Sie auf den 4 km.
langen Rilke-Wanderweg.
Die
Landschaft ist wirklich einzigartig: der Karst trifft auf das Meer, und
der Blick gleitet über den ganzen Golf von Triest.
Für
National Geographic ist dies einer der schönsten Wanderwege der ganzen Welt. Vom
Busbahnhof Linie 51 oder 21 / Linie 44
Beim
Info-Hauschen (nach dem Campingplatz Mare Pineta in Richtung Triest) parken und
den Rilkeweg nach Duino gehen, der wunderschön und romantisch ist und hoch über
dem Meer entlangführt. Der Weg endet in Duino und man muss noch einige Schritte
die Strasse hinunter zum Schlosstor gehen.
Kirche
des hl. Geistes
Die
Kirche des hl. Geistes (Chiesa Santo Spirito) aus dem Jahr 1591 steht
unmittelbar an der Schlossmauer und war früher Teil des Servitenklosters. Den
Bau leitete Pater Gregorio Alasia da Sommaripa, der wie schon erwähnt, aus dem
Piemont nach Duino/Tybein kam, um eine Schule für Adelssöhne und für Pfarrer
zu gründen.
RILKE PROMENADE
Wenn
Sie den Weg zum Schloss Duino (Tybein) einschlagen, treffen Sie auf den 4 km.
langen Rilke-Wanderweg.
Die
Landschaft ist wirklich einzigartig: der Karst trifft auf das Meer, und
der Blick gleitet über den ganzen Golf von Triest.
Für
National Geographic ist dies einer der schönsten Wanderwege der ganzen Welt .
vom
Busbahnhof Linie 51 oder 21 / Linie 44
Beim
Info-Hauschen (nach dem Campingplatz Mare Pineta in Richtung Triest) parken und
den Rilkeweg nach Duino gehen, der wunderschön und romantisch ist und hoch über
dem Meer entlangführt. Der Weg endet in Duino und man muss noch einige Schritte
die Strasse hinunter zum Schlosstor gehen.
Über
das alte romantisch abgeschieden gelegene Gemäuer unternimmt Monika Czernin
eine einfühlsame Annäherung an Rainer Maria Rilkes berühmte "Duineser
Elegien", einem der bedeutendsten Gedichtzyklen deutschsprachiger Lyrik,
deren erster Teil zwischen 1910 und 1921 hier bei mehreren Aufenthalten
entstanden ist. Diese Gedichte erscheinen als Ausdruck eines glücklichen
Zusammentreffens von menschlicher Zuwendung, entschlossener Förderung,
gegenseitiger Sympathie und – einer großen Empfänglichkeit und Sensibilität.
Rilke
begegnet der Schlossherrin Marie von Thurn und Taxis, einer Aristokratin aus
einem der ältesten europäischen Adelshäuser, zum ersten Mal im Dezember 1909
in Paris. Während dieser "beneidenswerten Freundschaft", die hieraus
erwächst, genießt Rilke das Wirken der Fürstin, ihre liebevolle Unterstützung,
ihre Gastfreundschaft und tiefe Seelenverbundenheit. Dass der lebensuntüchtige
Rilke nach einer Schaffenskrise in Castel Duino zur Poesie seiner Elegien fand,
hat auch ganz wesentlich mit der Magie des Ortes zu tun. Der
Zufall wollte es, dass die Gastgeberin abwesend war, als Rilke jenes
"immens an Meer hingetürmte Schloß" zum ersten Mal im April 1910
besuchte, und der Dichter, allein mit sich selbst, die herrliche Lage, die
wunderbare Atmosphäre und die Stimmung des Ortes ganz auf sich wirken lassen
konnte.
Den
Winter 1911/12 verbringt Rilke wieder allein in Duino, einzig in der Obhut
treuer Hausangestellter, und begibt sich wie ein Archäologe auf die Suche nach
"Kulturspuren", die der Dichter in Form zahlloser Hinterlassenschaften
und Relikte früherer Generationen, Archivalien, Briefe, Aufzeichnungen, alten
Tagebüchern und dergleichen findet. Plötzlich, auf einem Spaziergang um das
Schloß herum, entstehen die ersten Verse der ersten Elegie "Wer, wenn ich
schriee, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen" – Worte, die Rilke übers
Meer geradezu anwehen, "so, als ob im Brausen des Sturmes eine Stimme ihm
zugerufen hätte", wie die Fürstin Rilkes Bericht hierüber später
notiert. Gleichsam vice versa wagte die Verfasserin ein Experiment, das sie als
"Schlüsselerlebnis" schildert.

Mit
einem Schauspieler wird eine Lesung der Elegien für eine Rundfunkaufnahme
"sur place" unternommen, sie versucht "die Verse am Ort ihres
Ursprungs zum Klingen zu bringen" – und die Wirkung muss verblüffend
gewesen sein. Im Rezitat der Gedichte an ihrem Entstehungsort erschließt sich
die schwierige Sprache der Elegien besser als in jedem
literaturwissenschaftlichen Seminar.
Es sind nicht nur die liebevollen Details, die diese Publikation adeln: die
familiäre Vertrautheit der gräflichen Verfasserin mit ihrem Sujet, der vollständige
Abdruck aller Elegien mit den Autographen einer der Fürstin seinerzeit eigens
gewidmeten Abschrift, die verträumt-pudrigen Schwarz-Weiß-Fotografien des 19.
Jahrhunderts, die eigenhändigen Farbfotos des Verlegers Wolfgang Balk oder das
charmante Vorwort des heutigen Besitzers und direktem Nachkommen der Fürstin,
Principe Charles della Torre e Tasso, Duca di Castel Duino. Was den Leser für
dieses Buch einnimmt, ist der Glaube der Verfasserin an den Zauber des Ortes,
den sie in vielfachem Sinn erfahren hat.
Sistiana
Sistiana
(Seestein) wird zum ersten Mal schon in römischen Zeiten als Sixtilianum erwähnt.
Schon damals war in dieser Gegend die Steinhauerei weit entwickelt. Zu Maria
Theresias Zeiten wurde der Stein oberhalb der Felswand gewonnen, den man dazu
verwendete, das Theresiaviertel in Triest aufzuschütten.
Sistiana
ist das am besten entwickelte Fremdenverkehrszentrum der Gemeinde. Es gibt
mehrere Hotels, Restaurants, Bars, Gasthäuser, zwei Campingplätze, mehrere
Geschäfte, drei Banken, eine Tankstelle an der Hauptstraße.
Strandbad
In
der Badebucht Sistiana gibt es 3 eintrittsfreie Badestrände, aber auch solche
mit Eintrittsgebühr. In den Sommermonaten hat das lokale Fremdenverkehrsamt mit
einem kleinen Ausstellungsraum geöffnet, das sich an der Straßenabzweigung zum
Strand befindet. In der Badebucht haben ihren Sitz verschiedene Segelvereine,
die Sportaktivitäten für Jugendliche und Segelkurse organisieren.
Die
große Badebucht mit den flachen Strand und türkisblauen klaren Wasser ist ein
Traum. Wenn man genug hat von anderen Kies/Steinstränden in Kroatien sollte man
unbedingt hierhin fahren. Allerdings ist der Strand sehr beliebt. Wer Ruhe
sucht, sollte einen anderen Platz nehmen. Es gibt jedoch auch ruhige
Seitenbuchten (Vom Parkplatz erreicht man den schmalen Strand am Südöstlichen
Ende. Schon nach wenigen Metern in Richtung Steilküste sind die ersten Nackten
anzutreffen. FKK ist auf der ganzen Länge unterhalb der Steilküste möglich.
Nackte Spaziergänge am Strand sind hier sehr schön und allgemein beliebt,
gemischtes Publikum, Fkk- Anteil 60%. Da der Strand hier relativ
schmal ist, sind Nackte und Textile problemlos bunt gemischt.).
In
den Sommermonaten vergnügt sich die Jugend am Abend gern in der Badebucht, wo
sie nicht nur ihren Durst löschen, sondern am Strand auch ihr Tanzbein
schwingen kann. Jedes Jahr werden hier mehrere Sommerfeste veranstaltet.
Die
Kirche des hl. Joseph im Waldstück an der Straße, die hinunter zum Strand führt.
Sie wurde im Jahr 1773 als eine Kapelle der Grafen von Duino gebaut. Sie wurde während
des Ersten Weltkrieges stark zerstört und dann in den 30er Jahren wieder
aufgebaut.
Zum
Strand führt an der Kirche vorbei ein Fußweg und eine Straße, die von
der Staatsstraße abzweigt. An dieser Kreuzung, neben dem Touristenbüro,
beginnt auch der Rilke-Spazierweg.
Im
Sommer kann man vom Hafen aus mit dem Schiff nach Triest und Duino fahren.
der
Hadrosaurus von Duino
Der
größte und vollständigste Hadrosaurus, der je in Italien gefunden wurde: das
versteinerte Skelett erreicht eine Länge von 4 Metern und wird derzeit in der
Bastion des Schlosses San Giusto in Triest ausgestellt. Auf den herausragenden
Fund stießen Forscher Ende der 80er Jahre in der Ortschaft Villaggio del
Pescatore, in der Nähe von Duino.
Der Fossilienfund entpuppte sich als wahrhafter Schatz! Im Zuge der schwierigen
Ausgrabungen wurden nicht nur Überreste weiterer Dinosaurier, sondern auch ein
Krokodil aus der Vorzeit, Pflanzen, Krebse, Fische und schließlich 'Bruno'
gefunden. An 'Bruno' wird derzeit intensiv gearbeitet, um den Fleisch
fressenden, 8 Meter langen Dinosaurier völlig rekonstruieren zu können.
Erstmals werden die im Nordadriatischen Raum (einschließlich Slowenien und
Kroatien) gemachten Funde gemeinsam zur Schau gestellt. Auch die Fundstelle kann
besichtigt werden. Zu 'Antonios' Zeiten sah diese Region wahrscheinlich dem
heutigen Florida ähnlich: sumpfige Küstenebene, üppige Hochstamm-Vegetation
und tropisches Klima.
Nicht weit von der Fundstelle befindet sich der kleine Freizeithafen des
ehemaligen Fischerdorfes Duino, wo der Blick von den Ruinen der antiken sagen-
und legendenreichen Ritterburg, aber auch vom neuen Schloss der Fürstenfamilie
Thurn und Taxis eingenommen wird.
Das Meer des Triestiner Küstenstreifens ist sauber und fischreich. Kleine
Buchten wechseln sich mit steil abfallenden Felsen ab, die Vegetation reicht bis
zum Wasser. Naturliebhaber können die große Vielfalt an Adria-Meeresbewohnern
in der Meeresoase - gegenüber des Schlosses Miramare - kennen lernen.
Abenteuersuchende hingegen können im Karst die ungewöhnlichsten Dinge erleben.
Unweit von der Küste liegt die sehenswerte 'Grotta Gigante', die größte
Schauhöhle der Welt. Im 'Höhlenmuseum' von Triest wartet der Grottenolm, ein
'lebendiges Fossil', auf neugierige Besucher.
Die
Aura des Ursprünglichen, die dem Original – selbst dem Ort – anhaftet, ist
für manche bloß ein idealistisches Konstrukt, für andere eine Frage
individueller Sensibilität. Tatsächlich geht es dem, der ein Kunstwerk
betrachtet, wie einem Ausgräber und Archäologen: Was man nicht kennt, kann man
nicht entdecken, was man nicht weiß, kann man nicht erkennen. Auch Duino, das
herrlich über dem Golf von Triest gelegene Schloss, ist ein Ort, an dem sich
viele verwehte Spuren finden lassen. Von römischen Fundamenten und einem Relief
aus dem 4. vorchristlichen Jahrhundert über das karolingische Geschlecht der
Herren von Tybein bis zu den verzweigten Linien des europäischen Hochadels in
neuerer Zeit – mit sympathischer Beiläufigkeit beschreibt die Autorin das Auf
und Ab des in seiner heutigen Gestalt bis auf das 15. und 16. Jahrhundert zurückgehende
Kastells und seiner wechselnden Besitzer.
Rainer
maria Rilke
"Duino
ist die Wolke meines Wesens, fort, fort und in der Entrückung wohnen, nicht
wahr, sie fühlen, wie mir's noth tut." So schreibt er an die Schlossherrin
Marie von Thurn und Taxis, seine Seelenschwester. Sie bleibt für ihn ein Leben
lang die "theuerste Fürstin".
1911
besuchte Rainer Maria Rilke das Schloss von Duino. Er blieb ein Jahr als Gast
der Fürstin und verfasste die "Duineser Elegien", eines der
bekanntesten deutschen Gedichte überhaupt.
Ende
des 19. Jahrhunderts hielten im Schloss von Duino Teresa Thurn-Hoffer Valsassina
und ihre Tochter Maria von Thurn und Taxis Hof. Sie öffnete ihre Salons für
den kulturellen Jet Set ihrer Zeit. Zu Gast waren Franz Liszt und Johann
Strauss, Kaiserin Sissi und der italienischkritische Mark Twain, Paul Valery und
auch Rainer Maria Rilke. Der deutsche Dichter war von der gutaussehenden Maria
so angetan, dass er 17 Jahre Briefe mit ihr wechselte.
Buchtipp
von Rainer Maria Rilke, Joseph Kiermeier-Debre (Herausgeber)
Duineser Elegien.
Leipzig 1923.
DTV Verlag, 1997
ISBN: 3423026340
Preis: 4,00 Euro
Einen
Teil der Duineser Elegien schreibt Rilke dann in der Ainmillerstrasse in München
weiter, Hausnummer 34. Nichts gegen die Ainmillerstrasse, aber mit "Ainmiller-Elegien"
hätte nicht einmal ein Rilke Erfolg gehabt. Immer und ewig sind sie mit dem schönen
Duino verbunden.
Das Alte Schloß
Geschichte und Legende trugen bei, den
unbestrittenen Ruf des alten Schlosses zu bilden.
Das
Alte Schloß war von kleinen Proportionen, verteidigt gut vor der Unzugänglichkeit
der Felsen und, vom Teil von Erde, von einem engen beschränkten Flur von Wänden
und von Durchgängen obligat, einziges Einfallstor. Der wichtigste Teil, der
auch als Wohnort castellana fungierte, wurde von einem rechteckigen Turm überquert
zu Mal von einer Unterführung gegründet. Eine enge Treppe, gräbt Teil zum
Felsen und baut Teil zu Kunst, Speichel im Inneren des Schlosses, unter dem
Bogen des Turmes reichend,; hohe und große Wände schützten sie vor der
gewandt Seite zum Meer. Der Turm war mit zwei Plänen von dem jetzt verdarb das
zweites; der Plan auf der Bogen besteht nicht mehr auch. Es blieb unversehrt nur
der untere Teil, bestimmt wahrscheinlich zu Kapelle: ich bin tatsächlich
sichtbare Spuren der alten Fresken, die die Wände und das Mal der Decke
verzierten. Ein Lesepult in Stein wird in der Mauer zur Höhe von einem
zwergenhaften offenen gotischen finestrella in der Wand geineinandersteckt, um
dem gleichen Lesepult Licht zu geben. Sie sind keine Spuren von Treppen in
Mauern, auch nicht Außen auch nicht Innen; es kann annehmen, daß der Zutritt
zum Obergeschoß durch Außen Treppen Holz geschah. Tatsächlich werden sie wo
wahrscheinlich quadratische Höhlungen die Stützen der Treppe auf die Wände
des Turmes bemerkt, wurden sie geineinandersteckt, wahrscheinlich beweglich, um
bei Belagerung den Einwohnern des Turmes eine perfekte Verteidigung zu
garantieren. Sie mußten euch andere baraccamenti im gegenüberliegenden Raum außer
diesem Bau sein. Eine Spur von einem anderen Gebäude man Note in der kleine
Hof, geschlossen von den Wänden, daß sie ganz den ganzen unregelmäßigen
Umfang des Riffes einschlossen, lang das einige engste camminamenti gegraben im
Felsen laufen und verbunden zwischen sie.
Das Schloß war wirklich uneinnehmbar und, tatsächlich, sie versuchten in porvi
Belagerung, aber vergeblich, die Venezianer ins Jahr 1369, während des geführten
Krieges in Feindseligkeit in Triest. Duino nahm Partei dann für die nahe Stadt
und es besorgte zur venezianischen Flotte Schäden, da benutzte es die "gabardelli
duinati", kleine gebrauchte schnelle Wasserfahrzeuge von den adriatischen
Korsaren.
Die Periode, in deren dem Schloß er gebaut wurde, bleibt unsicher; es nimmt
Jahrhundert zwischen der X und dem XI an. Es ist, ich bemerke jedenfalls, daß
ins Jahr 1389 der Hauptmann aus Triest, Ugone von Duino, zu viel das alte enge
Schloß für die neuen Zeiten findend, Kirchen und es erhielt, vom Herzog von Österreich
Alberto, die Erlaubnis, ein größeres Schloß errichten.
Die Gastronomie
An der Triester Küste gleicht die Küche tatsächlich
einem Cocktail aus verschiedenen Kulturen und Traditionen. Diese Stadt war
bedeutendster Seehandelsplatz Österreich-Ungarns, ein Umschlagszentrum, das den
unterschiedlichsten Einflüssen offenstand. Und die verschiedenen Küchen (die
venetische, österreichische, griechische, ungarische, jüdische und die
slawische) haben sich nicht überlagert, sondern sie sind stattdessen
ganzheitlich zusammengerückt, wobei jegliche Individualität respektiert wurde
und sie gemeinsam die Triester Menüs ausmachen: der «riso alla greca» (Reis
auf griechische Art) und das ungarische «Gulasch», das «sanguinaccio alla
boema» (böhmische Blutwurst) und das «costoletta viennese» (Wiener
Schnitzel), dazu eine reiche Speisefolge venetischer Prägung, die durch die
Verwendung bestimmter Gewürzkräuter (Majoran, Kümmel, Origano und Knoblauch)
triestinisch geworden ist.
Der Fisch liefert der Küche von Triest und der Lagune um Grado ausgezeichnete
Gerichte. Mit vielen Aromen werden die Fische raffiniert zubereitet, ebenso wie
der Reis, der oft zu köstlichen Meeresrisottos wird. Unter den typischen,
althergebrachten Fischgerichten wollen wir an den «branzino guarnito in sfoglia
dorata» (garnierter Seebarsch in goldbraunem Blätterteig) erinnern, der die
folgenden Zutaten vorsieht: ein Seebarsch von zirka fünf Kilo, hundert Gramm
Garnelen, ein Kilo Venusmuscheln, ein Kilo Miesmuscheln, zweihundert Gramm capelonghe(eine
länglich geformte Muschelart), einhundertfünfzig Gramm Butter, ein halbes Kilo
Blätterteig. Die aufwendige Zubereitung besteht aus folgenden Phasen: Nach dem
Waschen dünstet man die Seebarschfilets in Butter an. Alle Muschelsorten werden
aus der Schale genommen und in der Pfanne angedünstet; die vorher geputzten
Garnelen gart man ein paar Minuten mit den Muscheln. Das Ganze mixt man durch
und gibt es in die Mitte der Seebarschfilets. Nun rollt man den Seebarsch in den
Blätterteig ein, gart ihn zirka eine Viertelstunde im Ofen und richtet ihn dann
heiß an.
Ein weiteres interessantes Gericht sind die «canocie in busara» (geschmorte
Heuschreckenkrebse). Unter busara versteht man eine Soße aus Semmelbröseln,
Pfeffer, Salz, Weißwein und geschälten Tomaten. In ihr werden die Scampis und
die Heuschreckenkrebse oder Meereszikaden gegart. Die busara war eigentlich ein
Kochtopf aus Ton oder Eisen, den die Seemänner in der Bordküche verwendeten.
Dieser Seemannsausdruck hat sich in das kulinarische Lexikon von Triest
eingeschlichen, da die Fische von Dalmatien und Istrien zum Hafen von Triest
verfrachtet wurden. Neben den Heuschreckenkrebsen, die an den Seiten in Längsrichtung
eingeschnitten werden, gehören Knoblauch, Petersilie, Semmelbrösel, Weißwein,
Salz und Pfeffer zu den Zutaten. Im Schachbrettmuster oder schichtweise wechselt
man die Heuschreckenkrebse und die aus Knoblauch, Petersilie und Semmelbrösel
gewonnene Mischung in einem Tiegel ab, gießt ein Glas Weißwein darüber, würzt
mit Pfeffer und Salz und schiebt den Tiegel zugedeckt für zehn Minuten in den
Ofen. Die Soße schmeckt ausgezeichnet!
Anchovis werden auf vielerlei Art zubereitet, überaus wohlschmeckend sind sie
z. B. roh, mariniert in Zitronensaft. Erwähnenswert ist auch eine typische
Spezialität aus Triest mit österreichisch-ungarischem Ursprung: «liptauer».
Es handelt sich um eine Käsecreme, die man aufs Brot (am besten Roggenbrot)
streicht. Die Wurstwaren- und Käsegeschäfte bereiten sie fertig zu: Ricotta
und Butter werden mit zerkleinerten Anchovis, gehackten Zwiebeln, Kapern, Senf,
Paprika, Petersilie, Kümmel und Schnittlauch vermengt.
Der Geschmack Habsburger Zeiten findet sich auch im «gnocco de pan» (Riesenkloss).
Er ist ein direkter Verwandter der Knödel oder canederli, die noch heute
typisch für die Tafeln im Trentino und in Südtirol sind, doch viel grösser.
Sein Teig besteht aus in Stückchen geschnittenem altbackenem Brot, das in
Butter angebraten und gebunden wird mit Eiern, Salz, Mehl und Schinken. In einem
Tuch eingewickelt kocht er im Dampf, über einen Topf kochendes Wasser gehängt.
Man serviert ihn mit angebratener Butter und streut reichlich geriebenen Käse
darüber.
Ein weiteres charakteristisches Element der Gastronomie in Triest sind die
Kuchen: Die Wiener Tradition der (längst weltberühmten) Sachertorte und der
Dobos ist immer noch in den Konditoreien und Cafés lebendig, in denen der
Brauch einer Rast und eines Ideenaustauschs das heitere und gelassene Leben der
Triester kennzeichnet. Diese Cafés mit alten literarischen Traditionen
besuchten u.a. Italo Svevo und James Joyce, Stammkunde der Konditorei Pirona,
die auf die typischsten Triester Torten spezialisiert ist, vom «pressnitz»
(ungarischer Herkunft) bis hin zur «putizza».
Eine kurze Erwähnung verdient das Olivenöl.
Olivenbäume werden kultiviert im südlichsten Teil der Region, in der engen
Südmulde des Carso Triestino um die Ortschaften Duino, Muggia und San Dorligo
della Valle. Es handelt sich in jedem Fall um begrenzte Mengen, doch die
Qualität des Olivenöls Extravergine ist durchaus interessant: das Erzeugnis
ist flüssig, klar, mit Aromen von überraschender Feinheit.
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