|
Das KaiserlicheSchloss Miramar
Nachdem man Duino verlassen hat, führt die Strasse über Sistiana auf halber Höhe an der Küste entlang kurvenreich weiter. Dieser Teil der Riviera ermöglicht einen weiten Blick über den Golf; die ausgedehnte Fläche des Meers verbindet ideell die sich gegenüberliegenden Küsten: auf der einen Seite die Mündung des Isonzo, auf der anderen die Küsten Istriens.Zum Golf hin zentral gelegen liegt in der Ferne Triest, auf drei Seiten von der charakteristischen Karsthochebene umgeben. Der Blick folgt natürlich der Küste, und da, plötzlich, heben sich vom Meer die von Carducci besungenen «weißen Türme» ab, die weißen Mauern des Schlosses von Miramar.
|
![]() |
Er soll gesagt haben, das letzte, was er wolle, sei Kaiser sein; alles was er vom Leben erwarte, sei ein Schloss mit einem großen Garten an einem Strand. Er soll an Bord des kleinen Seglers «Madonna Della Salute» gewesen sein, als er vor dem Golf von Sistiana von einer Sturmflut überrascht wurde und in der Bucht von Grignano Zuflucht suchte. An Tag danach, als Sturm und Gefahr vorüber waren, wurde er sich der außerordentlichen wilden Schönheit der Landspitze bewusst. Angetan davon, beschloss er, dass dort, wo Meer und Erde sich begegneten, das so oft erträumte Schloss stehen sollte. Nach dem Erwerb des Landes beauftragte er den Architekten Carl Junker mit dem Entwurf. Dieser inspirierte sich dabei an deutsch-österreichischen oder englischen Schlössern im Neurenaissancestil.
![]() |
![]() |
Jeder Raum scheint in einem eigenen Stil gehalten zu sein, so wie es im 19. Jahrhundert eben üblich war. Im «Blauen Salon» zum Beispiel stehen Originalmöbel im holländischen Rokoko; die «Schlosskapelle» mutet gotisch an; der «Japanische und Chinesische Salon» beschwört das Wesen weit entfernter Kulturen herauf. Das Meer war für Maximilian jedoch seit jeher besonders wichtig, und so sind im Schloss auch oft Einrichtungsgegenstände zu finden, die die Themen des Meers und der Seefahrt aufgreifen. Sein Schlafgemach wünschte sich der Erzherzog ausgestattet wie die Kabine an Bord eines Schiffes, und sein Arbeitszimmer, der «Novara-Saal», sollte der Offiziersmesse der gleichnamigen Fregatte nachempfunden werden, auf der e als junger Seemann Dienst getan hatte. Auch andere Säle beziehen sich auf das Meer: so z.B. der «Windrosensaal» und der «Möwensaal». Beeindruckend ist die Bibliothek, in der Erzherzog viel Zeit verbrachte, um die Memoiren seiner Reisen zu Papier zu bringen, um zu lesen oder auch um seinen Steckenpferden Botanik und Archäologie nachzugehen. Charlotte war eine 1 Liebhaberin von Musik und Literatur, und die vielen von ihr selbst angefertigten Gemälde in diesem Schloss zeugen direkt von ihrem Interesse für die Malerei. Mit dem Schloss wuchs auch der Park, dem Maximilian große Aufmerksamkeit widmete: er entwarf den ersten Plan dafür persönlich. Die Arbeiten zur Vorbereitung des felsigen Untergrundes zogen sich lange hin. Nachdem die felsigen Flächen eingeebnet worden waren, mussten sie mit viel Erde bedeckt werden, die eigens dafür aus der Steiermark und aus Kärnten herangeschafft wurde. Der zweiundzwanzig Hektar große und mit vielen Baumarten aus aller Erde gepflanzte Park wurde unter der Leitung der Hofgärtner Laube und Jelinek nach klassischen und romantischen Gesichtspunkten angelegt, wie es für die zeitgenössischen deutschen und englischen Gärten. typisch war. So entstanden u.a. der Schwanensee und die feuchten Grotten, wo Venushaar und Farn wachsen, das ganze geschmückt durch griechische und römische Statuen.
![]() |
Er findet die Kraft, über einen regen Briefwechsel die Arbeiten an dem Schloss und dem Park von Miramar zu verfolgen. Als allerletzten Versuch, die sich zusehends verschlechternde Situation in den Griff zu bekommen, schickte er Charlotte nach Europa, um Hilfe und den Umständen entsprechende Unterstützung zu suchen, die ihm allerdings verweigert wurden. Diese Abreise trennte die beiden für immer. Der Kaiser wurde von den Ereignisse überrollt; er weigerte sich zu fliehen; in Querataro fiel er in die Gewalt der Aufständischen, die ihn zum Tod verurteilten und am lg. Juni 1867 erschossen. Die verhängnisvolle «Novara», von der der Dichter Carducci in einer Ode sang, brachte den Leichnam des Kaisers ganze drei Jahre nach seiner Abreise von Miramar zurück nach Triest. Beigesetzt wurde er in der Grablage der Habsburger in der Kapuzinergruft in Wien. Charlottes geistiger Zustand verschlechterte sich indes langsam aber unaufhaltsam. Sie starb 1927 auf Schloss Bouchoute in Belgien. Schloss Miramar wurde 1870 fertiggestellt, vier Jahre nach Maximilians Tode. Diese nie bewohnte Residenz erscheint heute angesichts der dargelegten Tatsachen voller schwermütiger Faszination: alles, war darin aufbewahrt ist, erinnert an eine plötzlich vorzeitig unterbrochene Liebesgeschichte und beschwört Dinge herauf, die alle hätten erlebt werden können, nicht aber erlebt worden sind. Miramar erinnert an ein glückliches Paar, das das Schicksa1 abrupt auseinandergerissen hat. Faszination und Schwermut haben um das Schloss herum Geschichten und Legenden entstehen lassen. So zum Beispiel heißt es, dass der Besitz des Schlosses einen vorzeitigen Tod in fremden Ländern zur Folge haben würde. Als Beweis dafür wird die Tatsache angeführt, dass Herzog Amedeo von Aosta, der von 1931 bis 1938 auf Schloss Miramar lebte, später in Afrika, und zwar in Nairobi (Kenia) den Tod fand. Während der deutschen Besatzung waren die verschiedenen Militärkommandos im Schloss untergebracht und nach der Befreiung im Jahr 1945 die Generäle der alliierten Truppen. Einer dieser Generäle, der Neuseeländer Freiberg, schenkte dieser Legende als erster Glauben: er ließ sich lieber im Park des Schlosses ein Zelt aufstellen. Seit 1955 dient der Schlosskomplex als ein der Öffentlichkeit zugängliches Museum und untersteht dem Aufsichtsamt für Landschafts-, Bau-, Archäologie-, Kunst- und Geschichtsdenkmäler von Friaul-Julisch Venetien. Es ist unverändert geblieben und vermittelt so Einblick in eine zeitgenössische fürstliche Residenz. Verschiedene kulturelle Veranstaltungen finden dort statt, so zum Beispiel Son et Lumieres, die das tragische Schicksal von Maximilian und Charlotte in Erinnerung ruft. 1973 ist hier der Seepark von Miramar entstanden, als Habitat einzigartig dank der überaus günstigen Wasser- und Lebensbedingungen.

Der Schlosspark
In Golf von Grignano liegt der Park von Castello di Miramare. Bis 1851 war dieses Gebiet Ödland. Dann veränderte der junge und romantische Erzherzog Maximilian von Habsburg diese Gegend, indem er dort sein eklektisches weißes Schloss, mit dem wunderschönen Park, errichten ließ. Vermutlich war es der junge und von der Botanik begeisterte Erzherzog, der die Gartengestaltung der Hügellandschaft übernahm, unterstützt durch seinen treuen Gärtner Jellinek.
Das Ergebnis ist ein Küstengarten auf einem kleinen Kap, mit gewundenen Wegen, Treppchen und einem Parterre mit Terrassen, die nach Westen blicken. Auf Wunsch des Erzherzogs entwickelte sich der Park von Miramare zu einem ausgesprochenen botanischen Labor, wo dem kalten Winter von Triest durch die Aklimatisierung der exotischen Pflanzen getrotzt wurde. Um zumindest einen Teil der durch den Bora-Wind verursachten Schäden zu vermeiden, ließ der Erzherzog einen dichten österreichischen Schwarzkiefernwald als Windschutz pflanzen.
Eine Notlösung, die auch in anderen Besitztümern an der Küste zur Anwendung kam. Vom Parkeingang führt ein Weg zum weißen Bau des Schlosses aus Istrien-Stein. Beim Schloss gabelt sich eine monumentale und über 100-jährige Glyzinienlaube, eine Erinnerung der Reisen nach Süditalien: Richtung Norden führt sie zu einem Teich, umgeben von Chamaerops humilis Hainen und weiter zum größeren Lago dei Cigni (Schwanenteich), mit blühenden Kaiserbäumen auf der kleinen Insel, und schließlich zum Bambushain und zur Macchia mediterranea aus Lorbeer und Erdbeerbäumen.
In der entgegengesetzten Richtung, gibt die Laube den Blick auf das sonnige Parterre frei, mit terrassierten Gärten zum Meer und zur Sonne hin. Beschnittene Buchsbaumhecken bestimmen die Geometrie der Blumenbeete, in denen einjährige Pflanzen, Tulpen, Prächtiger Salbei und die vom Erzherzog bevorzugten Veilchen blühen, u. a. die gelbe Zwerg-Levkoje.
Letztere wurde vom Gärtner Jellinek zwischen den Felsen des nahen Castello di Duino gepflückt. In der Mitte vom Parterre erheben sich klassische Statuen, Kopien der berühmten Modelle aus der Antike, auf Säulen aus rosarotem Granit.
Aus dem angelegten Park geht es über Terrassen und Treppen hinunter ans Meer. Der Weg wird durch wunderschöne Steineichen, Zypressen und Aleppo-Kiefern gesäumt.

|
The castle is preserved in its original condition and reflections of Maximilian's love of the sea are everywhere. His wood paneled bedroom on the first floor was built to resemble the cabin of a ship and a glance from the window of any of the second floor rooms provides a spectacular view over the Bay of Grignano and the Adriatic beyond. His love for exotic places is displayed in the Chinese and Japanese salon. As you stand at the base of the circular staircase, if you look up, there is a glass-bottomed fishpond.
Sissi und Franz Josef im Schloss Miramar |
The "Monarchs' Salon", is embellished with portraits of a King of Norway, the Emperor of Brazil, a Czar of Russia – anyone, no matter how fraudulent or despotic, as long as they're nominal monarchs. This softens you up for the bedroom and its images of the most important events in the history of this area, pride of place going to the construction of the castle, of course. Other rooms are paneled and furnished like a ship's quarters, reflecting Maximilian's devotion to the Austrian Navy.The gardens are open daily in summer from 8 am to 7 pm and in winter from 8 am to 4 pm.For the full romantic treatment, in summer you can hear the entire sad story.
|
Charlotte was a real beauty, she was also generous, a trait that went a long way with the poor populace. She not only funded charities, but she would also visit the poor in their homes, a gesture that is remembered by the local people to this day. Charlotte was a painter and musician, required skills of a Victorian woman. She was the subject of many paintings, too. You’ll see paintings of Charlotte at all stages of her life hung throughout the castle. Her haunting gaze captures your eye from one larger-than-life-size oil painting to another. A particularly vibrant one hangs in the Novara room; she was only 27 at the time of the portrait, painted just before tragedy befell her.
|
ATTRACTIONS |
With an idyllic setting in a limestone nook on the northeast tip of the Adriatic Sea, Trieste first flourished as a Roman colony. In the 13th century, its rulers opted to join the Austrian Empire, rather than paying fealty to the Republic of Venice 100 miles to the west.In 1719, Trieste was declared a free port, and for centuries it thrived as a center of international commerce and culture. Banks and insurance companies built grand headquarters. Artists and writers flocked here, and Trieste became a destination of distinction. |
|
|
TheatersCinemas / ProgrammeThermalbaths Saunas ThalassoterapySailing Cup BarcolanaTextile and nude beaches
|
![]() |